CO₂ – Der unbekannte Held der Atmung
Anders Olsson, schwedischer Atemexperte und Gründer des Conscious Breathing Institute, rückt ein Gas ins Rampenlicht, das meist nur als Abfallprodukt unseres Stoffwechsels wahrgenommen wird: Kohlendioxid.
Im Gespräch mit Alexander Jonas erklärt er, warum CO₂ für unsere Atmung, die Sauerstoffversorgung und unser Nervensystem so wichtig ist – und weshalb mehr Sauerstoff nicht automatisch eine bessere Versorgung bedeutet.
Sauerstoff ist der Star unter den Atemgasen. Kohlendioxid (CO₂) dagegen hat ein Imageproblem. Wir atmen es aus, also wollen wir es offenbar loswerden. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Denn ohne ausreichend CO₂ kann auch der Sauerstoff seine Aufgaben im Körper nicht optimal erfüllen.
Anders Olsson beschäftigt sich seit mehr als 17 Jahren mit den Zusammenhängen zwischen Atmung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Der schwedische Atemexperte, Buchautor und Gründer des Conscious Breathing Institute ist auch durch seine Zusammenarbeit mit James Nestor, dem Autor des Bestsellers Breath, bekannt geworden.
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die oft unterschätzte Rolle von Kohlendioxid. CO₂ beeinflusst unseren Atemantrieb, die Durchblutung und die Sauerstoffabgabe an das Gewebe. Olsson bezeichnet es deshalb als eine Art natürlichen Regulator, der zahlreiche physiologische Prozesse mitbestimmt.
Doch was passiert, wenn wir dauerhaft mehr atmen, als unser Körper benötigt? Welche Bedeutung hat die sogenannte CO₂-Toleranz? Und lässt sie sich durch gezieltes Atemtraining tatsächlich verbessern?
Dabei geht es auch um die Frage, wie wir unsere Atmung beurteilen können. Denn das subjektive Gefühl, gut oder schlecht zu atmen, muss nicht unbedingt mit den tatsächlichen physiologischen Verhältnissen übereinstimmen. Die Messung der Atemgase, insbesondere die Kapnografie, kann hier wertvolle zusätzliche Informationen liefern.
Olsson erklärt, warum eine ruhige, langsame und möglichst natürliche Atmung so wichtig sein kann und wie sich bewusste Atemübungen langfristig auf unsere alltäglichen Atemgewohnheiten auswirken können.
Ein Gespräch über die erstaunlichen Fähigkeiten eines unterschätzten Gases, über die Grenzen unserer Selbstwahrnehmung und darüber, warum gutes Atmen nicht unbedingt bedeutet, möglichst viel Luft zu holen.
Diese Podcastfolge ist auch in englischer Sprache verfügbar:
https://www.spirah.at/podcast/co%e2%82%82-the-hidden-breathing-hero/
Was ein kleiner Atemtrainer, eine CO₂-Maske und ein Ganzkörperanzug gemeinsam haben. Sie alle sollen unsere Atmung, Regeneration und Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen. Der schwedische Atemexperte Anders Olsson stellt im Gespräch mit Alexander Jonas drei seiner Entwicklungen vor – und verrät, warum eine der einfachsten Atemübungen überhaupt keinen technischen Aufwand erfordert. Sauerstoff ist lebenswichtig. Keine Frage. Aber sein oft unterschätzter Partner Kohlendioxid…
Nicht nur Sauerstoff entscheidet über unsere Leistungsfähigkeit. Auch Kohlendioxid (CO2) spielt eine wesentliche Rolle für Atmung, Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Der Cardihaler eröffnet damit eine interessante Möglichkeit, Atemtraining nicht ausschließlich über Atemfrequenz und Atemtechnik, sondern gezielt auch über die Atemchemie zu gestalten. Wenn wir an Atmung denken, denken wir meist an Sauerstoff. Dabei ist Kohlendioxid weit mehr als ein Abfallprodukt…
Entspannung ohne Anstrengung. Regeneration ist kein passiver Zustand, sondern ein komplexer physiologischer Prozess. Durchblutung, Stoffwechsel, autonomes Nervensystem und zahlreiche weitere Mechanismen wirken zusammen, damit sich unser Körper nach körperlichen und mentalen Belastungen erholen kann. Kohlendioxid spielt dabei eine interessante Rolle. Neben seiner Funktion in der Atmung und im Säure-Basen-Haushalt kann CO2 auch die Weite von Blutgefäßen beeinflussen. Dieser Effekt…