Hält Höhentraining was „Longevity“ verspricht?

Dr. Wolfgang Fellner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema IHHT-Höhentraining und ortet im aktuellen Angebot ein Defizit an Verständnis und ein Defizit an Wissen über Atmung und über die komplexen physiologischen und psychophysiologischen Zusammenhänge.

Der englische Begriff „longevity“ leitet sich vom lateinischen longaevitas („Langlebigkeit“) ab und wurde allgemein für die Dauer von Leben oder der Existenz bei Menschen, aber auch für Institutionen und Systeme verwendet.

In den letzten Jahren hat sich „Longevity“ aber als Fach- und Modebegriff im Gesundheits-, Biotech- und Präventionskontext durchgesetzt – speziell im Zusammenhang mit Alterungsprozessen, Lebensverlängerung und gesundem Altern.

Dabei wurden die unterschiedlichsten Konzepte und Angebote entwickelt, die bei einem zahlungskräftigen Publikum auf großes Interesse stießen und zu einem gewinnbringenden Geschäftszweig wurden.

Ein Angebot, das im Zuge dieses Gesundheitstrends Bedeutung gewonnen hat, ist das maschinelle Höhentraining. Das Ziel dabei ist, durch kontrollierten Sauerstoffmangel Anpassungsprozesse im Körper auszulösen. Konsumenten wird davon eine gesteigerte Leistungsfähigkeit, verbesserte Regeneration und potenziell ein positiver Einfluss auf gesundheits- und alterungsrelevante Biomarker versprochen.


Beim maschinellen Höhentraining wird durch einen Sauerstoffmangel ein gezielter Reiz gesetzt, der atemmechanische und atemchemische Veränderungen bewirkt. Was muss beachtet werden, damit aus einem solchen Training kein Blindflug wird, sondern eine gezielte Behandlung und aus den positiven Effekten eines gewünschten Sauerstoffmangels kein – unter Umständen – problematischer Versorgungsmangel?

„Atmung ist Verhalten und daher ist sie individuell“, sagt der Atemwissenschaftler Fellner – das heißt, jeder Mensch hat seine eigene individuelle Atemreaktion, und Wolfgang Fellner kennt die Antworten auf die Frage, welche Reaktionen gut, welche schlecht sind und welche Methoden es gibt, diese zu erkennen.

Im SPIRAH-Podcast #20 spricht Alexander Jonas mit Dr. Wolfgang Fellner darüber, welche Kriterien ein atemwissenschaftliches Höhentraining ausmachen.